1997

November – Gollwitz
Im Herbst sollten circa 50 jüdische Einwander_innen in Gollwitz angesiedelt werden, dagegen wehrte sich das 400 Einwohner umfassende Dorf unter anderem mit fremdenfeindlichen Parolen. Die Kreisverwaltung gab dem Druck der Demonstrant_innen nach. Das Herrenhaus, in dem die Einwander_innen untergebracht werden sollten, wurde anschließend zu einer Begegnungsstätte ausgebaut.
(Berliner Zeitung, 06. November 2002)

22. November – Regionalzug Berlin-Wannsee nach Bad Belzig
Im Zug greifen fünf 18- bis 19-jährige einen in Bad Belzig wohnhaften Ghanaer an. Sie beleidigten ihn rassistische bespuckten und schlugen ihn. Alle Täter konnten gefasst werden, jedoch wurde lediglich einer zu zwei Freizeitarresten am Wochenende und 40 Stunden sozialer arbeitet verurteilt. Im Revisionsprozeß wurder der Haupttäter dann zu drei Wochen Dauerarrest und zur Zahlung von 1000 DM und die anderen vier Täter zu Dauerarrest, Geldstrafen und Sozialarbeit verurteilt.
(MAZ, 02. Juli 1998; MAZ 04. Juli 1998; MAZ, 21. Dezember 1998)

03. Dezember – Bad Belzig
Ein Asylbewerber aus Togo ist am Abend am Bahnhof rassistische beschimpft und geschlagen worden. Anzeigen wegen Körperverletzung, Beleidigung und des Verdachtes der Verwendung von verfassungsfeindlichen Symbolen wurden gestellt.
(MAZ, 04. Dezember 2013)