1996

15. Februar
Am Abend wurde Sven Beuter vom Brandenburger (Neo)nazi Sascha Lücke dermaßen brutal zusammengeschlagen, dass er am 20. Februar 1996 an den Folgen verstarb.
(…hinter den Kulissen 2/96, 30; …hinter den Kulissen 3/96, 27-28; MAZ, 23. Februar 1996; Preußenspiegel, 25. Februar 1996; Junge Welt,  07. März 1996; MAZ, 04. September 1996; Tagesspiegel, 01. November 1996; Junge Welt, 05. November 1996; MAZ. 05. November 1996; Tagesspiegel, 05. November 1996; Tagesspiegel, 07. November 1996; Junge Welt, 12. November 1996; MAZ, 12. November 1996; Tagesspiegel, 12. November 1996; Tagesspiegel, 31. Dezember 1996; Verfassungsschutzbericht 1996, 30, 43)

17. Juni
Am Abend wurde auf einen 36jährigen Asylbewerber pakistanischer Herkunft mit einer Schreckschusspistole geschossen. Er erlitt dabei eine schwere Augenverletzung. Bei dem 17jährigen Täter handelte es sich um einen (Neo)nazi.
(Neues Deutschland, 19. Juni 1996)

27. – 28. Juli
Zahlreiche (neo)nazistische Aufkleber und Plakate wurden am Molkenmart, am Katharinkirchplatz und in der Altstadt verklebt. Inhaltlich werden darin Menschen mit Migrationshintergrund und Antifaschist_innen diffamiert.
(MAZ, 30. Juli 1996)

Juli – August
In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Aufkleber und Plakate mit Bezug zu Rudolf Heß verklebt. Als Verantwortliche waren “Die Nationalen e.V.” angegeben.
(Verfassungsschutzbericht 1996, 56)

03. September
In der Straßenbahn wird ein afrikanisches Ehepaar mit ihrem Sohn von zwei 16jährigen und zwei 17jährigen (Neo)nazis massiv bedroht. Die Täter stiegen an der Haltestelle “Neuendorfer Straße” in die Bahn ein. Die Familien verließ daraufhin die Tram und die (Neo)nazis zogen anschließend zu einem interkulturellen Treff in der Werderstraße und zerstörten dort die Fensterscheiben.
(MAZ, 12. September 1996; MAZ, 19. September 1996)