Am 12. Januar aus der Provinz in die Provinz!

Am 12. Januar will das „Bürgerbündnis Havelland“ erneut durch Rathenow laufen. Das selbsternannte Bürgerbündnis ist seit dem 27. Oktober letzten Jahres mit Kundgebungen, später mit anschließendem „Spaziergang“, aktiv. Bereits diese erste Veranstaltung, „nur“ eine Kundgebung, wurde von etwa 500 Personen besucht. Die Teilnehmer_innenanzahl sank seitdem nicht nennenswert ab, bei allen Veranstaltungen waren ca. 400 bis 500 Personen anwesend, der Höhepunkt wurde mit 800 Teilnehmer_innen erreicht. Insgesamt führte das „Bürgerbündnis Havelland“ bereits 6 Veranstaltungen durch, inklusive eines „Trauermarsches“ in Gedenken an die Anschläge in Paris im Herbst letzten Jahres.
Die Initiatoren der „Bürgerbündnisses“, Christian Kaiser und Nico Tews, schafften es, die Veranstaltungen als größte regelmäßig stattfindende PEGIDA-artige Bewegung in Berlin/Brandenburg zu etablieren. Dies ging auch an klaren Neonazis nicht klanglos vorbei. Seit der ersten Kundgebung nehmen regelmäßig NPD-Kader, wie Michel Müller und Maik Schneider vom NPD-Kreisverband Havel-Nuthe, aus der Region an den Veranstaltungen teil. Zwischen 40 und 60 einschlägige Neonazis besuchen regelmäßig die Veranstaltungen.
Ebenso stellen die Organisatoren der Rathenower Veranstaltungen treibende Kräfte beim Aufbau eines „Bürgerbündnis Deutschland“ dar. Zu diesem gehören auch Gruppierungen mit deutlichem personellem Bezug zur NPD, dem „III. Weg“, der Partei DIE RECHTE und der Kameradschaftsszene. Beispielhaft ist hier „Zukunft Heimat“ aus Südbrandenburg, deren Aktivist_innen sich stark mit denen der verbotenen Widerstandsbewegung Südbrandenburg/Spreelichter überschneiden. Stellt der_die Beobachter_in die Zahl der Teilnehmer_innen und die der Einwohner_innen Rathenows in Relation, ist schnell zu bemerken, dass sich hier eine bedeutende, auch überregional besuchte, Bewegung etablieren konnte.
Mit der Demo wollen wir uns mit den Aktivist_innen, die schon seit Monaten gegen die rassistische Hetze auf die Straße gehen, vor Ort solidarisieren, ihnen Mut machen und zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wir wollen in Brandenburg keine sächsischen Zustände!
Wir werden den rassistischen, neonazistischen und verschwörungstheoretischen Phrasen des Bürgerbündnisses entgegentreten und ihnen klar machen, dass sie in Brandenburg nicht unwidersprochen hingenommen werden.

Kommt am 12.01. um 17:45 zum Bahnhof Rathenow und tretet mit uns dem deutschem Mob entgegen!

Zugtreffpunkte:
Zug­treff­punkt Ber­lin: 15.50 Uhr HBF
Zug­treff­punkt Pots­dam: 16.20 Uhr HBF
Zug­treff­punkt Bran­den­burg Havel: 16.50 Uhr HBF

AG Antifa [BRB]

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